Auszug aus dem Jahresbericht 1969 / 70

Die Vorstandschaft des Landheimvereins erlaubt sich heute, Ihnen einiges über unser Landheim in Holzhausen zu berichten. Vor allem denjenigen unter Ihnen, die noch nichts oder nicht viel hierrüber wissen, seien die folgenden Zeilen gewidmet.

Geschichte des Landheims

Unser Landheim ist in Holzhausen in der Nähe des Deininger Weihers, bei Großdingharting gelegen. Es ist ein landwirtschaftliches Grundstück, dessen Gebäudeim Laufe der Jahre für die erforderlichen Zwecke gestaltet worden ist. Auf einem sehr ansehnlichen unbebauten Grundstück ist dem jungen Menschen reichlich Gelegenheit gegeben sich während seines Aufenthalts zu tummeln. Das Heim wurde im Jahre 1932, also vor fast 40 Jahren von der damaligen Elternschaft gekauft. Ein seinerzeit gegründeter Verein ist für die Umterhaltung des Heims verantwortlich. Er organisiert gemeinsam mit der Schule die Belegung. Mitglieder des Vereins sind neben dem Schulleiter und Lehrern vor allem Schülereltern.

Finanzierung des Landheims

Das Landheim wird aus einer Reihe von Zuflüssen finanziert. Zunächst fließen der Kasse des Landheimvereins Gelder durch den Aufenthalt der Schüler im Landheim zu. Je mehr Schüler also das Landheim besuchen, umso größer sind einerseits die anfallenden Kosten (Strom, Heizung und Reinigung), andererseits aber auch die Einnahmen. Außerdem fließen dem Lanheimverein auch Mittel aus der Elternspende sowie gelegentlich einmalige Spenden von Eltern zu. Schließlich werden von den zuständigen Stellen von Stadtverwaltung und Kultusministerium von Fall zu Fall auch Zuschüsse gegeben. Aus den laufenden Einnahmen durch Landheimaufenthalte werden,wie bereits angedeutet, die laufenden Kosten gedeckt. Wegen der Instandsetzungsarbeiten und der Neugestaltung der Rämlichkeiten ist der Verein auf Spenden durch Eltern und öffentliche Stellen angewiesen.

Betrieb im Landheim

Der Betrieb im Landheim wird durch den Landheimverein organisiert. Die Gestaltung der Aufenthalte ist dagegen ausschließlich Sache von Lehrern und Schülern. Während in all den Jahren des Bestehens unseres Landheims vornehmlich Eltern, aber auch öffentliche Stellen die Finanzierung bewältigt haben, war die Durchführung der Landheimaufenthalte für die Schüler ausschließlich Sache der Lehrer. Die Damen und Herren haben sich dieser ihnen zusätzlich auferlegten Aufgabe vorbildlich angenommen. Ihnen allen sei an dieser Stelle herzlichst gedankt . Nach Überwindung einiger Schwierigkeiten steht insoweit einer weiternen Durchrührung von Landheimfahrten nunmehr nichts mehr im Wege.

Drei für den Betrieb sehr bedeutende Voraussetzungen sind mittlerweile erfüllt. Für Lehrerinnen und Lehrer sind die Räume neu gestaltet. Für die Schüer ist auf diesem Gebiet durch Neuanschaffung von Schlaraffia-Matratzen ebenfalls viel geschehen. Auf dem Gebiete der Hygiene darf der gut gestaltete Waschraum für Schüler, sowie das Bad für Lehrerinnen und Lehrer nicht unerwähnt bleiben. Hinsichtlich der Aufenthalte in der kalten Jahreszeit soll die Warmluftheizung in Erinnerung gebracht werden. Was nun aber das Wichtigste während eines Aufenthaltes im Landheim ist, nämlich die Verköstigung der Gäste, so ist neuerdings sachlich bestens dafür gesorgt. Für die Verpflegung steht nunmehr eine modern eingerichtete Küche zur Verfügung.